Schwimmen

Ob im Urlaub oder zu Hause, im Freien oder Drinnen – Schwimmen gehen ist angesagt. Für den, der schwimmen kann, ein Riesenspaß. Doch seit Jahrzehnten ist der Juli der Monat, in dem die meisten Menschen in Deutschland ertrinken.

Laut Statistik ertranken 2015 fast 500 Menschen. Ertrinken ist nach Verkehrsunfällen die zweithäufigste Todesursache bei Kindern. Darum ist Schwimmen lernen wichtig – und zwar so früh wie möglich. Schwimmen ist nicht nur überlebenswichtig, sondern auch gesund und es fördert zudem die kindliche Entwicklung. Es unterstützt die Unabhängigkeit und stärkt die Selbständigkeit und das Selbstbewusstsein. Schon ab fünf Jahren ist ein Kind fähig, den relativ einfachen Bewegungsablauf des Kraulens, noch ohne regelmäßige Atmung, zu erlernen, und ca. ein Jahr später haben Kinder meist das nötige Koordinationsvermögen, Arm- und Beinbewegungen des Brustschwimmens richtig zu erlernen.

Man ist nie zu alt, um schwimmen zu lernen. Auch für Erwachsene werden Kurse angeboten!

Wo lernt man schwimmen?
Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Ihr Kind in der Schule schwimmen lernt. Schulen können ihr Schulschwimmen meist erst ab der dritten Klasse anbieten. Ein Lehrer, der allein mit einer Klasse von 25 oder mehr Kindern im Schwimmbad ist, kann sich kaum intensiv um die Nichtschwimmer kümmern.

Darum ist es sinnvoll, dass Ihr Kind schon vor dem Schulunterricht ein bisschen schwimmen kann. Die Ausbildung im Schwimmen sollte speziell geschulten Ausbildern vorbehalten bleiben.

Die Vorbereitung auf die Schwimmabzeichenprüfungen:
Die Anfänger bekommen das Seepferdchen. Dazu müssen sie eine Bahn schwimmen, vom Rand ins tiefe Wasser springen und aus brusthohem Wasser zwei Tauchringe an die Oberfläche holen können. Seepferdchenkinder können sich eine Weile über Wasser halten, aber wirklich schwimmen können sie damit noch nicht. Hilfe und Überwachung sind nach wie vor unbedingt nötig.

Die Schwimmabzeichen:

  • Bronze entspricht dem früheren Freischwimmer. In 15 Minuten müssen die Kinder 200 Meter schwimmen, einen Tauchring aus zwei Metern Tiefe heraufholen und vom Ein-Meter-Brett springen können. Dazu kommen die Kenntnisse der Baderegeln.
  • Silber bekommt man für das Schwimmen von 400 Metern in 25 Minuten (davon 100 Meter Rückenschwimmen), 10 Meter Streckentauchen, zweimaliges Tieftauchen und den Sprung aus drei Metern Höhe. Hier müssen neben den Baderegeln die wichtigsten Regeln der Selbstrettung beherrscht werden.
  • Gold gibt es für 600 Meter Schwimmen in 24 Minuten, 50 Meter Brustschwimmen in 70 Sekunden, Rücken- und Kraulschwimmen, Tief- und Streckentauchen, Abschleppen eines Gleichaltrigen über 50 Meter und einen Sprung vom Drei-Meter-Brett. Zu den Baderegeln und der Selbstrettung kommen hier noch Regeln der Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen.