Tauchen

Unter Rettungstauchen oder auch Einsatztauchen versteht man das Tauchen in Hilfeleistungsunternehmen. Beispielsweise können in Deutschland Taucher der Wasserwacht, der DLRG oder der Feuerwehr (Feuerwehrtaucher), in Österreich unter anderem Taucher der Feuerwehr oder der ÖWR und in der Schweiz der SLRG zum Einsatz kommen.

Zu den Aufgaben eines Rettungstauchers gehören Personenrettung, Leichenbergung oder Bergung von Fahrzeugen bzw. anderen Gütern aus dem Wasser. Die kleinste einsetzbare Einheit ist ein Tauchtrupp.

Das Tauchen unter oft schwierigen Bedingungen stellt hohe körperliche und psychische Anforderungen an die Einsatzkräfte. Oftmals muss unter starkem Zeitdruck gearbeitet werden und in vielen Gewässern herrschen außerdem äußerst schlechte Sichtverhältnisse. Die Taucher müssen daher eine in der Regel ein bis zwei Jahre andauernde Ausbildung mit anschließender theoretischer und praktischer Prüfung absolvieren. Weiterhin müssen aktive Rettungstaucher zum Erhalt ihres Rettungstauchscheins jährlich eine bestimmte Anzahl an Tauchgängen absolviert haben. Zusätzlich müssen die geprüften Einsatztaucher, jährlich an einer Unterweisung teilnehmen.

In Deutschland sind, um Rettungstaucher im Sinne der GUV-Regel 2101 zu bleiben, jährlich mindestens 10 Tauchgänge unter Einsatzbedingungen durchzuführen, wobei diese Tauchgänge insgesamt mindestens 300 Minuten umfassen müssen. Zusätzlich müssen die Taucher dort einmal jährlich ihre gesundheitliche Eignung gemäß G31 (Überdruck) ärztlich überprüfen lassen.